Äthiopien - Kaffees aus Afrika

Kollektion: Äthiopien - Kaffees aus Afrika

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Bloody Good Coffee

- SEIT 2002

FAQs zu Kaffees aus Äthiopien

Welche äthiopischen Kaffees habt ihr aktuell im Sortiment?

Äthiopien ist eines unserer Lieblings-Herkunftsländer – aber gleichzeitig stark saisonal geprägt. Im Sortiment rotieren regelmäßig Lots wie Shantawene Natural (Espresso), Chiri (als Filter und Espresso), Kawo Farm aus der Sheka-Zone (Espresso) und unser entkoffeinierter Telila aus Gure Kesso. Welche konkret gerade lieferbar sind, siehst du oben über den Filter „Verfügbarkeit → Auf Lager". Äthiopische Lots kommen oft in kleinen Chargen einer einzelnen Washing Station – wenn ein Lieblings-Lot ausverkauft ist, kann es in der nächsten Ernte zurückkommen, manche bleiben einmalig.

Wie schmeckt äthiopischer Kaffee – kurz erklärt?

Brasilien ist das Land des „runden" Kaffees: voller Körper, milde Säure, Schokoladen-, Nuss- und Karamellnoten, oft mit natürlicher Süße. Wenig spitze Frucht, viel Harmonie – ideal für Espresso, Vollautomaten und Milchgetränke, aber auch als süßes, rundes Filterprofil. Die Tiefe steckt dann in den einzelnen Lots: Santuário-Sul-Varietäten wie SL28 oder Starmaya schmecken anders als Daterra oder ein anaerob fermentierter Santa-Cecilia-Geisha. Mehr zur Geschichte und zu den Anbauregionen findest du auf unserer Brasilien-Story-Seite.

Was bedeutet "Heirloom" auf der Tüte?

Heirloom ist keine einzelne Sorte, sondern ein Sammelbegriff. In Äthiopien wachsen tausende wilde Arabica-Varietäten oft bunt nebeneinander – Schätzungen reichen bis zu 15.000 verschiedenen Pflanzen. Die sauber voneinander zu trennen ist praktisch unmöglich, deshalb steht auf vielen äthiopischen Kaffees schlicht "Heirloom" oder "Local Heirloom". Genau diese genetische Vielfalt ist aber kein Mangel, sondern der Grund für die unglaubliche aromatische Komplexität – und einer der Gründe, warum sich kein äthiopischer Kaffee bei uns wie der vorherige anfühlt.

Was unterscheidet Yirgacheffe von Sidamo und Harrar?

Drei Klassiker des Landes mit jeweils eigenem Charakter. Yirgacheffe (genaugenommen Teil der Sidamo-Region im Süden) ist der filigrane Liebling – blumig, frisch-fruchtig, mit feinen Zitrus- und Jasminnoten und leichterem Körper. Sidamo ist tendenziell süß und blumig, oft mit Steinfrucht- oder Beerennoten und etwas mehr Körper. Harrar kommt aus dem bergigen Osten und liefert intensive, beerig-mokkaartige Profile, traditionell aus Natural-Aufbereitung. Welches Profil dir besser liegt, ist Geschmackssache – und ein guter Grund, mehr als ein Lot zu probieren.

Was ist der Unterschied zwischen Washed und Natural bei äthiopischen Kaffees?

Bei Washed wird das Fruchtfleisch vor dem Trocknen entfernt – das ergibt eine klare, saubere, feingliedrige Tasse mit oft floralen, zitrischen und teeartigen Noten. Bei Natural trocknet die ganze Kirsche um die Bohne herum – das bringt deutlich mehr Fruchtintensität, oft beerig, weinig, fast schon verspielt. Beide Aufbereitungen haben ihre Berechtigung, und gerade bei Äthiopien lohnt es sich, beide Varianten zu kennen. Welche Aufbereitung ein konkreter Kaffee hat, steht in der Produktbeschreibung und auf der Tüte

Was ist Anbauhöhe – und warum steht bei eurem Äthiopien so oft "über 2.000 Meter"?

Anbauhöhe ist einer der wichtigsten Qualitätsfaktoren bei Specialty Coffee. Je höher der Kaffee wächst, desto kühler sind die Temperaturen und desto langsamer reifen die Kirschen – das baut Zucker, Komplexität und die typische lebendige Aromatik auf. Viele unserer äthiopischen Lots kommen aus Höhenlagen von 1.900 bis über 2.150 Metern – das gehört zu den höchsten Anbauhöhen überhaupt. Genau diese Höhe ist mit ein Grund für die ausgeprägte Aromenvielfalt, für die äthiopischer Kaffee weltweit berühmt ist.

Gibt es bei euch auch Decaf aus Äthiopien?

Ja. Unser entkoffeinierter äthiopischer Espresso, der Telila, kommt aus der Region Gure Kesso (Jimma) und ist mit Aromen von reifen Pflaumen, Pralinen und dunkler Schokolade ein ungewöhnlich tiefer, runder Decaf. Mehr zu unseren Entkoffeinierungsverfahren und Decaf-Fragen findest du gebündelt auf unserer Wissens-Seite "Alles über Decaf". Wenn dir generell wichtig ist, dass dein Kaffee koffeinfrei ist, lohnt sich auch ein Blick auf unsere LowCaf-Varietäten wie Laurina – die enthalten von Natur aus weniger Koffein.

Warum gilt Äthiopien als die "Wiege des Kaffees"?

Weil hier alles begann. Äthiopien gilt als das Heimatland der Arabica-Pflanze – von hier aus trat der Kaffee seine Reise in den Rest der Welt an. Bis heute wächst Kaffee in den südwestlichen Bergregionen teils noch wild in den Wäldern, und das Land hat eine genetische Vielfalt, die kein anderes Anbauland erreicht. Dazu kommt eine über tausendjährige Kaffeekultur, die bis tief in den Alltag reicht – inklusive der traditionellen Buna-Zeremonie, bei der Kaffee in drei Aufgüssen serviert wird. Kurz: Wer äthiopischen Kaffee trinkt, trinkt ein Stück Ursprung.

Wie finde ich heraus, welcher äthiopische Kaffee zu mir passt?

Drei Wege. Erstens: Schau dir die Produktseiten an – dort stehen Geschmacksnoten, Aufbereitung, Anbauhöhe und unsere Empfehlung. Zweitens: Wenn du gerade erst in Specialty Coffee einsteigst, hilft unser Quiz „Welcher Kaffee passt zu mir?", dich anhand deiner Vorlieben durchs Sortiment zu navigieren. Drittens: Probier dich durch. Mit einem Probierset, dem Coffee Club oder dem Rockstar Club für Raritäten kommen regelmäßig spannende Lots ins Haus. Und in unseren Cafés in Berlin helfen dir unsere Barista persönlich weiter.