Schlafende Kaffeebohne

Kollektion: Ohne Koffein

Lust auf Spitzenkaffee, aber nicht auf das Koffein? Entdecke unsere entkoffeinierten Kaffees, voll im Geschmack, fruchtig und süß. Unser Decaf wird schonende mit der Zuckerrohrmethode entkoffeiniert und erhält dadurch einen natürlich süßen Geschmack. Kaffees, denen man ihre Decaf Attitüde gar nicht anmerkt!
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Person hält 19grams Decaf Kaffeebeutel – Kaffee ohne Koffein entkoffeinierter Espresso von 19grams Coffee Roasters Berlin

Was ist eigentlich Decaf?

Als Decaf wird ein Kaffee bezeichnet, der als reguläre Arabica (oder Robusta (nicht bei uns))-sorte mit einem Koffeingehalt von eta 1.6% angebaut wurde, der nachträglich durch einen Entkoffeinierungsprozess das Koffein entzogen wurde. Nicht zu verwechseln mit sog. LowCaf.

Koffein ist ein natürlicher Bestandteil in den meisten Kaffeepflanzen, denn so schützt sich die Pflanze gegen Insekten und Schädlinge.

Gesetzlich ist festgelegt, das Entkoffeinierter Kaffee, oder Kaffee, der sich "koffeinfrei" nennt, maximal 0.1% Koffein enthalten darf.

Um Decaf erhitzen sich regelmäßig die Gemüter:

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen versuchen, Koffein zu vermeiden und daher auf Decaf umsteigen. Denn sie wollen nicht auf Kaffee als Konzept verzichten (ist ja auch ziemlich großartig). Immerhin ist Kaffee (neben Bier) das beliebteste Getränk der Deutschen (und weltweit sowieso).Wie unterscheidet sich ein Decaf von LowCaf? Welche verschiedenen Entkoffeinierungsmethoden gibt es? Welche ist die Beste?

Welche Entkoffeinierungs-Prozesse gibt es?

  • Sugar Cane Method (EA)

    Die Zuckerrohr-Methode ist eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode, die ihren Ursprung in Kolumbien hat, wo Zuckerrohr im Überfluss wächst. Die Sugar Cane Methode wurde entdeckt, um eine Störung der Zellstruktur der Bohne zu vermeiden, während der Gesamtgeschmack und die Süße der endgültigen Tasse erhalten und verbessert werden.

    Zuckerrohr in in Kolumbien ein nachwachsender Rohstoff, der praktisch überall wächst. So entkoffeinierte Kaffees schmecken oft sehr süß, und sind im Prozess am nachhaltigsten.

  • Co2-Entkoffeinierung

    Dieses Verfahren nutzt flüssiges Kohlendioxid, um das Koffein aus den Kaffeebohnen zu lösen Die Bohnen werden in einem Behälter mit Kohlendioxid unter hohem Druck und niedriger Temperatur behandelt, wodurch das Koffein extrahiert wird.

    Dieses Verfahren ist sehr schonend, ist aber ziemlich kostenintensiv.

  • Swiss Water Process

    Swiss Water Processist ein natürliches Entkoffeinierungsverfahren, dass in den 1970 Jahren von einem Schweizer Unternehmen entwickelt wurde. Dieser Prozess funktioniert mit der Osmose und durch die Löslichkeit von Kaffeebohnen. Zur Entkoffeinierung wird ausschließlich Wasser genutzt. Das Wasser entzieht dem Kaffee die Koffeinmoleküle und auch alle guten Aromaöle sowie andere lösliche Bestandteile.

    Diese Methode hinterlässt ein sehr klares, gutes Geschmacksprofil im Kaffee. Ist aber durch den hohen Wasserverbrauch nicht besonders nachhaltig.

Lösungsmittelbasierte Entkoffeinierung:

Hierbei werden die Kaffeebohnen mit einem Lösungsmittel wie Dichlormethan oder Ethylacetat behandelt, um das Koffein zu entfernen.Dieses Verfahren ist sehr effektiv und wird häufig in der Industrie eingesetzt, hat aber den Nachteil, dass es als potenziell gesundheitsschädlich gilt und den Geschmack des Kaffees beeinflussen kann.

Deine 19grams 250g Tüte Decaf Kaffee

Warum schmeckt Decaf oft nicht gut?

Das große Problem vieler Decafs oder entkoffeinierter Kaffees auf dem Markt ist, dass für sie nur sehr minderwertiger Kaffees verwendet wird. Das liegt daran, dass der Entkoffeinierungsprozess ein zusätzlicher Prozess auf den Farmen ist, der Geld kostet und so die Produktionskosten erhöht. Deswegen werden hier Kaffeegrade verwendet, die im Anbau möglichst günstig sind.

Dennoch haben die einzelnen Entkoffeinierungsprozesse unterschiedliche Auswirkungen auf das Geschmacksprofil des Decafs.

Tipps & Tricks zur Zubereitung von Decaf

Um das Beste aus deinem Decaf herauszuholen, gibt es ein paar Hacks, die du beachten solltest. Durch die Entkoffeinierung verhalten sich die Bohnen ein bisschen anders als die "normale" Kaffeeröstung.

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Fragen und Antworten zu entkoffiniertem Kaffee

Wie viel Koffein steckt eigentlich in entkoffeiniertem Kaffee?

Decaf ist nicht koffeinfrei – nur fast. Die EU-Regelung erlaubt einen Restkoffeingehalt von maximal 0,1 % in der gerösteten Bohne. Pro Tasse landen damit etwa 2 bis 5 mg Koffein in der Tasse, eine normale Tasse Filterkaffee liegt bei rund 95 mg. Wer also extrem empfindlich auf Koffein reagiert oder aus medizinischen Gründen komplett verzichten muss, sollte das mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen. Für alle anderen ist Decaf die ehrlichste Antwort auf die Frage: Kaffee, aber bitte ohne die volle Koffein-Ladung.

Macht entkoffeinierter Kaffee trotzdem wach?

Spannenderweise ja – zumindest ein bisschen. Eine 2025 im Fachjournal Heliyon veröffentlichte Studie aus Slowenien hat gezeigt, dass entkoffeinierter Kaffee bei gewohnheitsmäßigen Kaffeetrinker:innen ähnliche Wachheits-Effekte auslöst wie normaler Kaffee. Der Grund: Ritual, Duft, der erste Schluck, die warme Tasse in den Händen – unser Gehirn ist konditioniert. Dazu kommt der minimale Restkoffeingehalt. Wer also den Kaffee-Moment liebt, aber abends nicht mehr aufgedreht sein will, ist mit Decaf goldrichtig – ohne dass das Ritual seine Wirkung verliert.

Ist Decaf in der Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich?

In aller Regel ja. EFSA und Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen schwangeren und stillenden Frauen, maximal 200 mg Koffein pro Tag aufzunehmen – das entspricht etwa zwei bis drei Tassen normalem Filterkaffee. Decaf liegt mit 2–5 mg pro Tasse so weit darunter, dass er als verträgliche Alternative gilt, wenn man trotzdem nicht auf das Kaffee-Ritual verzichten möchte. Wichtig: Wir sind keine Ärzte. Bei Unsicherheiten oder einer Risikoschwangerschaft hol dir bitte medizinischen Rat.

Ist Decaf verträglicher als normaler Kaffee?

Für viele: ja. Koffein regt die Magensäureproduktion an, und genau das ist bei empfindlichem Magen, Reflux oder Sodbrennen oft das Problem. Decaf enthält praktisch kein Koffein und wird von Betroffenen deshalb häufig als deutlich verträglicher beschrieben. Eine pauschale Garantie gibt es trotzdem nicht: Manche reagieren auch auf andere Bestandteile im Kaffee, etwa Säuren oder Reizstoffe. Hilfreich ist deshalb die Kombination aus Decaf und Specialty-Qualität.

Kann ich Decaf am Abend trinken, ohne schlecht zu schlafen?

Für die allermeisten Menschen: ja, problemlos. Bei 2–5 mg Restkoffein pro Tasse ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Schlaf gestört wird, sehr gering – besonders wenn du tagsüber sowieso schon Kaffee trinkst. Wer extrem koffeinempfindlich ist oder Probleme beim Einschlafen hat, sollte trotzdem zwei Stunden vor dem Schlafen einen Puffer einplanen. Das Schöne an Decaf: Du kannst dir nach dem Abendessen noch einen Espresso gönnen, dich aufs Sofa setzen, und der Tag bekommt ein letztes Komma, ohne dass du um halb drei an die Decke starrst.

Warum schmeckt euer Specialty Decaf besser als Decaf aus dem Supermarkt?

Weil die meisten Industrie-Decafs an der falschen Stelle sparen. Der Entkoffeinierungs-Prozess ist ein zusätzlicher, teurer Arbeitsschritt – deshalb landet hier oft Rohkaffee niedriger Qualität, der den Aufpreis nicht lohnt. Wir gehen den umgekehrten Weg: Wir starten mit ordentlichem Specialty-Coffee-Rohkaffee aus Kolumbien, lassen ihn schonend mit der Zuckerrohr-Methode entkoffeinieren und rösten ihn in unserer Berliner Rösterei genauso aufmerksam wie unsere koffeinhaltigen Sorten. Das Ergebnis: ein Decaf, der süß, fruchtig und voll im Geschmack ist, einer, dem man die Decaf-Attitüde gar nicht anmerkt.

Welche Entkoffeinierungsmethode nutzt 19grams – und warum?

Wir setzen aktuell (Stand Mai 2026) auf die CO₂-Entkoffeinierung. Dabei wird flüssiges Kohlendioxid unter hohem Druck und bei niedriger Temperatur durch den Rohkaffee geleitet – das CO₂ bindet selektiv die Koffeinmoleküle und zieht sie aus der Bohne, während die Aromaöle und Geschmacksvorläufer weitgehend dort bleiben, wo sie hingehören. Das Ergebnis: ein Decaf, der seinem koffeinhaltigen Pendant geschmacklich erstaunlich nahekommt. CO₂ ist ein natürlicher Stoff, kein synthetisches Lösungsmittel – auf Methoden mit Dichlormethan oder vergleichbaren Chemikalien verzichten wir konsequent. Der Prozess ist aufwendig und teurer als die Industriestandards, aber das ist uns die Tassenqualität wert.

Soll ich Decaf als Espresso oder als Filterkaffee bestellen?

Das hängt davon ab, wie du normalerweise Kaffee trinkst. Hast du eine Siebträgermaschine, einen Vollautomaten oder eine Moka-Kanne, greifst du zum Decaf Espresso – dunkler geröstet, schokoladiger, perfekt fürs Milchgetränk und den klassischen Espresso. Bist du im Team Pour Over, V60, Chemex oder French Press, ist die Decaf Filter-Röstung dein Profil – heller geröstet, klarer, mit mehr fruchtiger Spannung. Beide kommen aus dem gleichen kolumbianischen Rohkaffee, sind aber für ihre jeweilige Zubereitung optimiert. Unsicher? Probierset oder Abo – dann hast du beides und musst dich nicht entscheiden.

Hinweis:

Wir sind Kaffeeröster:innen, keine Ärzt:innen. Diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen – besonders in Schwangerschaft und Stillzeit – wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.