Typica

Die Typica-Varietät ist der Ursprung aller anderen Varietäten und besitzt die geringste genetische Diversität. Alle von Typica abstammenden Varietät sind durch genetische Mutation oder Kreuzzüchtung entstanden.

Aufgrund der Komplexität ein kurzer Schritt in der Kaffeegeschichte zurück: Arabica ist eine der vier Kaffeearten, wobei nur Arabica und Robusta eine wirtschaftliche Wichtigkeit besitzen. Aus der Urpflanze Arabica entwickelten sich durch unterschiedliche Kultivierungen zwei Varietäten: Typica und Bourbon. Typica-Pflanzen bringen gegenüber Bourbon-Pflanzen rund 20 – 30 % weniger Ertrag ein.

Typica wurde in dem Geburtsland des Kaffees, in Äthiopien, entdeckt und verbreitet sich später auch in anderen Anbaugebieten rund um den Äquator. Durch Kolonien der Holländer wurde der Kaffee nach Europa exportiert.

Die Pflanze besitzt dünne, kupferfarbene Blätter und produziert längliche, ovale Bohnen. Ausgewachsene Kaffeebäume können eine Höhe von bis zu 4,5 Metern erreichen und sind somit größer als die meisten anderen Kaffeevarietäten. Eine weitere spannende Info zur Erkennen von Typica-Pflanzen: Während die Seitenäste der Bourbon-Pflanze einen 60°-Winkel besitzen, wachsen sie bei der der Typica-Pflanze eher horizontal.

Das Geschmacksprofil von Typica ist sehr komplex und überzeugt mit süßlich beerigen Geschmacksnoten sowie einer fruchtigen Säure. Da die Varietät jedoch sehr ertragsarm ist, wird sie nur noch in wenigen Gebieten angebaut. 


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