Indien | Asien

Um die Anfänge des Kaffeeanbaus in Indien rankt sich ein Mythos: Der Pilger Baba Budan kam aus Mekka über Jemen nach Indien und schmuggelte dabei sieben Kaffeesamen mit über die Grenze. Da sieben als eine heilige Zahl angesehen wird, war dieser Akt von großer religiöser Bedeutung. Baba Budan begann die Kaffeesamen in den Giri Bergen zu pflanzen - mit großem Erfolg. Noch heute werden die Kaffees aus dem Gebiet als die Besten von ganz Indien angesehen. 

Durch das India Coffee Board, gegründet 1907, sollte die Qualität und die Präsenz des indischen Kaffees durch verschiedene Forschungs- und Bildungsmaßnahmen verbessert werden. Der Kaffeesektor wurde durch das Board insbesondere in der Zeit zwischen 1942 und 1995 streng reguliert. Erst nach der Liberalisierung im Jahr 1995 wurde den Erzeugern mehr Freiheiten gelassen. 


“Monsooning”-Methode”

Indien ist bekannt für die berühmte “Monsooning”-Methode”, welche ein in Indien einzigartiges Verfahren mit einer langen Geschichte ist, die zu einer unverwechselbaren und vor allem starken Tasse führte (im Geschmack - der Koffeingehalt ist jeweils der gleiche). Unter der britischen Kolonialherrschaft wurde der Rohkaffee von Indien nach Europa verschiffen - was mehrere Monate dauert. Die Feuchtigkeit der See ließ die Bohnen aufquellen und altern. Nachdem sich der Transport mit der Zeit verbesserte, bemerkten die europäischen Kaffeetrinker, dass der Kaffee seinen Charakter und seinen unverwechselbaren, kräftigen Geschmack verloren hatte.


Während zu Beginn Arabica-Sorten weit verbreitet waren, ist Indien durch massiven Blattrost mehr und mehr auf Robusta umgestiegen. Zudem sind die klimatischen Bedingungen sowie die niedrigeren Höhenlagen bestens für diese Pflanzen ausgelegt. 

Kaffees aus Indien sind in der Regel schwer, cremig und säurearm, und selten besonders komplex. Nussige und schokoladige Noten dominieren das Geschmacksprofil.


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