Die Entwicklung von der Kaffeeblüte zur Kaffeekirsche

Kaffee ist mit einem mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 164 Litern pro Jahr das beliebteste Getränk der Deutschen. Doch wie kommt es eigentlich zu dem köstlichen heißen Getränk in unseren Tassen? Wir von 19grams gehen dem Geheimnis des Kaffees auf den Grund und nehmen euch mit zum bedeutenden Ursprung: zur Kaffeeblüte und Kaffeekirsche. 

 

Kaffeepflanze

Bei der Kaffeepflanze handelt es sich um einen Baum, dessen Wachstum nach Einpflanzen des Samens zur finalen Endgröße drei bis fünf Jahre dauern kann. Dies hängt von dem Land und der Kaffeesorte ab. Genau in dieser Periode fängt die Kaffeepflanze an, das erste Mal zu blühen. Aus den Blüten entstehen dann später die Kaffeekirschen, welche die Kaffeesamen enthalten. An einem erwachsenen Baum können 30.000 bis 40.000 Blüten wachsen.


Kaffeeblüte

Je nach Sorte und Niederschlag kann die Blüteperiode stark variieren. Ausreichend Niederschlag ist eine Grundvoraussetzung, damit die weißen Blüten aufgehen und ihren süßlichen, Jasmin-ähnlichen Duft verströmen. Aber die Blüte kann weitaus mehr als nur gut riechen: Sowohl die Blüten als auch der Fruchtansatz geben Informationen über die mögliche Menge der künftigen Ernte. Dies spielt für die Bauern eine wichtige Rolle, um die Ernte im Vorhinein besser einschätzen zu können. 

Die Kaffeeblüte der Arabica-Pflanze teilt sich oben in fünf spitz zulaufende Blätter, die der Robusta-Pflanze in bis zu sieben. Auch in der Größe gibt es Unterschiede. Die Arabica-Blüte ist ca. 18mm groß, die Robusta-Blüte misst mit 33mm fast das doppelte. 

Die Blütezeit ist relativ kurz und dauert wenige Tage. Die Blüten sind allerdings nur wenige Stunden befruchtungsfähig. Damit eine Blüte überhaupt eine Kaffeekirsche ausbilden kann, ist eine Bestäubung in diesem Zeitraum notwendig. Während die Arabica-Pflanzen sich selber bestäuben kann, benötigen die Robusta-Pflanzen Hilfe von Insekten zur Fremdbestäubung. 

Ein Tipp für die Tee-Liebhaber: Die Kaffeeblüten sind eine Alternative zum Kaffee am Morgen! Die Blüten haben halb so viel Koffein wie Arabica Kaffee und einen süßlich honigartigen Geschmack.

Kaffeeblütenhonig

Honig aus Kaffeeblüten ist eine exotische Spezialität und wird in fast allen Kaffeeländern produziert. Der Honig hat einen mild-aromatischer Geschmack, mit Noten von Kaffee und Karamell. Kaffeeblütenhonig hat eine dunkle, fast mokkabraune Farbe.


Kaffeekirsche

Die Früchte wachsen, ähnlich wie Trauben bei Weinreben, den Ast entlang. Auch hier gibt es Unterschiede zwischen Arabica und Robusta: Eine Arabica-Traube besteht aus 10 bis 20 großen Kaffeekirschen, eine Robusta-Traube dagegen aus 40 bis 50 kleineren. 

Mit dem Reifeprozess wechselt die Kirsche mit der Zeit die Farbe. Anfangs ist sie sehr klein, grün und hart, anschließend wird sie etwas größer, orange und weicher, um schließlich bei einem satten rot geerntet zu werden. Der Reifeprozess kann je nach Wetter unterschiedlich lange dauern. Bei Arabica vergehen nach der Befruchtung der Blüte 7-9 Monate, bei Robusta 9-11 Monate.

Abhängig vom Anbauland gibt es eine bis mehrere Ernteperioden. Die reifen Kaffeekirschen werden dann entweder mit der Hand geerntet (Picking) oder maschinell geerntet. Die kleineren Farmen greifen in der Regel auf das Pflücken mit der Hand zurück. Abschließend werden die Kirschen aufbereitet und beispielsweise gewaschen (washed) oder natürlich (natural) behandelt.


Was passiert mit dem Fruchtfleisch? 

Die Überreste aus der Verarbeitung können weit mehr sein als nur Wegwerfprodukt. Die Kaffeeschalen werden zum Düngen der Kaffeebäume verwendet oder als Cascara - ein schmackhafter und sehr koffeinhaltiger Tee - verkauft. Cascara ist in Deutschland als eigenes Produkt noch immer nicht zugelassen. Dennoch gibt es einige spannende Erfrischungsgetränke, die auf Grundlage des Kaffeekirschentees funktionieren.


Älterer Post Neuerer Post

Deutsch
Deutsch