Sitio Santo Antonio Lot #5A

    Neben den Farmgiganten in Brasilien gibt es noch tausende kleine Farmen, die ihren Teil dazu beitragen, Brasilien als Kaffeeexporteur Nr.1 zu erhalten. Dazu zählt auch die Sítio Santo Antonio Farm, die lediglich 1,5 Hektar Anbaufläche ihr Eigen nennt. Aber genau diese Kleinstfarmen haben die Gabe, für außerordentliche Qualität zu sorgen.

    Der Kaffee Lot #5A der Sítio Santo Antonio Farm glänzt mit einem Cupping Score von über 90 Punkten. Wer jetzt noch nie was über Cupping Scores gehört hat, darf gerne laut weiterlesen, damit auch Leute in eurer Umgebung sich weiterbilden können:
    Kaffee wird auf einer Scala von 0-100 Punkten gemessen, alles unter 40 Punkten wird als off-grade bezeichnet, sprich: unterdurchschnittliche Qualität. Standardröstungen von Supermärkten und großen Restaurantketten gurken so im 50-60 Punkte-Bereich herum, was als Durchschnittsqualität bezeichnet wird. In der Spezialitätenkaffee-Branche ist durchschnitt aber nicht gut genug und deshalb kommt uns unter 80 Punkten nichts in die Tasse! Das bedeutet natürlich zum einen ein besonders aromatischer Kaffee mit komplexem Geschmacksprofil und vollmundigem Körper, aber zum anderen auch, dass die Kaffeefarmer mehr Geld für ihren Rohkaffee erhalten. Eine Win-Win-Situation, die wir sehr begrüßen.
    Darüber hinaus hat Farmbesitzer Antônio Macedo Souza mit diesem Kaffee auch noch den 5ten Platz des Cup Of Excellence Wetberwerbs in Brasilien gewonnen. EIne ganz besondere Bohne also. Was sich genau hinter dem Cup Of Ecxellence Wettbewerb verbirgt, erfahrt ihr hier.

    Ok, Schluss mit der kleinen Kaffeekunde, jetzt gibt’s noch genauere Details zu unsrem Kaffee.
    Die Kaffeepflanzen dafür gehören zur Red Catuaì Varietät, die auf 1280 Höhenmeter angebaut wird. Nach der Ernte der reifen Kirschen wurde die Pulped Natural Methode angewandt, das Fruchtfleisch wurde also von der Bohne mit Hilfe von Wasser entfernt, anders als bei der Washed Methode bleibt jedoch noch ein kleiner Teil der Mucilage an den Bohnen hängen. Diese werden anschließend zum Trocknen auf Zementterrassen ausgelegt und sind dann auch schon röstbereit. Mit Hingabe geröstet schmecken die braunen Bohnen lieblich nach Pfirsich, grünen Trauben und aromatischem braunen Zucker.