Oldeani, Karatu, Arusha

Geschmacksnoten
Aprikose, Schwarzer Tee, Sahnekaramell
Empfohlene Zubereitung
Vollautomat
AeroPress
Espresso Kanne
Siebträgermaschine
French Press
Chemex
Charakter
Fruchtige Noten von Aprikose, samtigen schwarzen Tee mit einem Touch Toffee.
Verarbeitung
gewaschen
Varietät
Kent
Anbauhöhe
1950 m
Kaffeefarmer
Gaétan and Caroline Bordier
Farm
Tembo Tembo Estate
Farmgröße
470 Ha
Alter der Farm
mehr als 50 Jahre
Betreiberform
Farm
Erntejahr
2019
Erntezeit
Jul - Dez
Weitere Varietäten vor Ort
Geisha und Pacamara
Sortierung
auf der Farm
Trocknungszeit
10 TAge auf Afrikanischen Betten
Zusammenarbeit
neuer Partner
Ort der Verarbeitung
auf der Farm
19grams - ROASTED FOR BEAUTIFUL PEOPLE
Über den Kaffee

Tembo Tembo ist eine gewaschene Kent-Sorte aus Tansania. Die Farm Tembo Tembo Estate - wo dieser tolle Kaffee wächst - ist im Besitz von Gaétan und Caroline Bordier und wird von ihnen betrieben. Das üppige Mikroklima im Norden Tansanias trifft auf den sorgfältigen Anbau von Gaétan und Caroline, die sich auf hohe Qualität und die Trennung der Lots konzentrieren. 

Die Kaffeekirschen von Tembo Tembo werden im reifen Zustand selektiv von Hand gepflückt, bevor sie an die Nassmühle der Farm vor Ort geliefert werden. Sie werden gewaschen, d.h. vor dem Waschprozess werden sie mit einem Ecopulper aufgeschlossen. Nach dem Aufschluss wird das Pergament trocken fermentiert. Danach werden die Bohnen in sauberem Wasser gewaschen. Schließlich werden sie 8-10 Tage lang auf afrikanischen Hochbeeten getrocknet.  

Traditionell trocknet das Gut die frischen Bohnen direkt in der Sonne. Die grünen Bohnen ruhen für 1-2 Monate auf der Farm in luftdicht verschlossenen, ausgekleideten Säcken auf Holzpaletten. Gaétan und Caroline wissen, dass der nächste Schritt zur Qualitätsverbesserung in den kleinen Details liegt und sich auf die Verbesserung der Kontrolle nach der Ernte, insbesondere des Feuchtigkeitsgehalts, konzentriert, um die Qualität ihrer Kaffees zu erhöhen.

Über die Farm
Die Geschichte von Tembo Tembo Estate reicht bis in die 1920er Jahre zurück, als deutsche Siedler Kaffeesetzlinge auf dem Land anpflanzten. Die Farm ist wunderschön, und die Aussicht scheint surrealistisch zu sein: Von den nördlichen Rändern der Farm aus kann man den Rand des Ngorongoro-Kraters sehen, eines alten, eingestürzten Vulkans, dessen fruchtbares Tal heute Dutzende verschiedener Tierarten beheimatet: von afrikanischen Elefanten über Löwen, Nashörner und Leoparden bis hin zu Giraffen. Die nördliche Grenze des Anwesens liegt an der südwestlichen Seite des Mount Oldeani. Ihre Hänge leiten Wasser in den Eyasi-See ab, einen wichtigen Salzwassersee an den Rändern des Ngorongoro-Schutzgebietes und des Serengeti-Nationalparks. 

Gaétan und Caroline begannen 2009 mit der Renovierung der Farm. Neben der Einführung moderner Anbautechniken zur Verbesserung der Kaffeequalität pflanzten sie auch Geisha- und Pacamara-Sämlinge an, zwei Sorten, die für die Produktion von Qualitätskaffee und hohen Tassenwerten bekannt sind.

Kaffee in Tansania
Die Wurzeln des Kaffees in Tansania lassen sich über die mündliche Überlieferung bis zum Haya-Stamm im Nordwesten Tansanias im 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Nach der deutschen und dann britischen Kolonialherrschaft hat die tansanische Kaffeeindustrie viele Transformationen und Anpassungen erfahren, um einen möglichst gleichberechtigten, profitablen und qualitativ hochwertigen Kaffee zu erzeugen.

Lange Zeit wurde Kaffee in Tansania fast ausschließlich im Norden angebaut. Die Regionen Kilimandscharo, Arusha, Tarime, Kagera, Kigoma und Karatu/Ngorongoro wurden für ihre idealen Arabica-Anbaubedingungen gelobt. Damals konzentrierte sich die Kaffeeproduktion auf den Norden und bildete einen Knotenpunkt um Moshi. In den letzten Jahren hat sich der Kaffeeanbau jedoch nach Süden ausgedehnt. Ironischerweise stammen heute 75 bis 85% der gesamten Kaffeeproduktion in Tansania von Farmen in den südlichen Regionen Ruvuma und Mbeya/Mbozi.